Was kostet ein E-Scooter?

Immer mehr Menschen interessieren sich für E-Scooter. Sie sind aus dem Straßenbild vieler Innenstädte nicht mehr wegzudenken – vor allem in den großen Metropolen. Ein Großteil fährt mit den Miet-Scootern – doch viele kaufen sich auch selber ihren eigenen E-Scooter.

Aber was kostet ein E-Scooter eigentlich? Was ist auf lange Sicht günstiger? Und wie sieht es mit den Betriebskosten eines E-Scooters aus?


Billig = schlecht?

Wirft man einen Blick in aktuelle Bestsellerlisten, so findet man schnell viele Geräte im Bereich zwischen 200-500€. Aber bedeutet der billige Preis, dass man automatisch mit schlechter Verarbeitungsqualität rechnen muss?

Einerseits sollte man nicht davon ausgehen, dass jeder China-Hersteller qualitativ hochwertig produziert. Im Gegenteil: Viele No-Name Produkte sind mit Vorsicht zu genießen und man sollte sich vor dem Kauf ausführlich informieren – beispielsweise in Testberichten oder in den Kundenrezensionen.

Andererseits gibt es sehr wohl eine Reihe von Herstellern, die günstige und qualitative Geräte herstellen. Der Xiaomi M365 kostet beispielsweise nicht einmal 400€ und gehört weltweit zu den beliebtesten E-Scootern. Auch die meisten Produkte von Segway sind für unter 500€ zu ergattern. Viele Rezensionen und Tests beweisen hier, dass es sich um empfehlenswerte Geräte handelt.

Was ist günstig, was teuer?

Da es sich bei E-Scootern um eine völlig neue Produktkategorie handelt, fällt vielen Menschen auch eine Preiseinschätzung schwerer.

Grundsätzlich gilt: E-Scooter sollten nicht mit anderen Fortbewegungsmitteln, wie beispielsweise Fahrrädern oder gar Mofas verglichen werden.

Sie sind so günstig, weil der Materialaufwand gering ist (Rahmen, Steuerplatine, einpaar Kabel, Batterie, Reifen, Bremsen) und weil die Rohstoffe, die für Akkus nötig sind, immer günstiger werden.

Da die meisten Geräte außerdem in China oder anderen asiatischen Ländern hergestellt werden, sind die aktuellen Preise auch nichts besonderes.

Es gibt jedoch auch teurere Produkte, die in Europa oder gar Deutschland hergestellt werden. Hier ist der Qualitätsanspruch natürlich auf einem anderen Level – ob man soviel für einen E-Scooter ausgeben möchte, bleibt aber jedem selbst überlassen.

Beispiel: Der E-Scooter “Metz moover” ist made in Germany.

Metz moover | Elektrotretroller mit Straßenzulassung gemäß eKFV/StVZO | Elektroroller: 500 W Peakleistung, Schwalbe 12"-Luftbereifung etc.
  • Allgemeine Betriebserlaubnis durch das Kraftfahrt-Bundesamt: in Deutschland für den Straßenverkehr (für Straßen und Radwege) zugelassen
  • Hinterradantrieb mit 500 W Peakleistung: Softwarekonzept für angenehmes Anfahren
  • 12“-Luftbereifung von Schwalbe für ein komfortables Fahrgefühl auch auf unebenen Untergründen

Letzte Aktualisierung am 18.01.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Wir finden: Gute E-Scooter finden sich bereits ab 300€ aufwärts. Zu bekannten Marken in diesem Preisbereich zählen die (schon oben erwähnten) Firmen Xiaomi oder Segway. Wer mehr möchte (zB. Federung, höhere Reichweite, hochwertigere Bremsen) muss aber vermutlich tiefer in die Tasche greifen.

E-Scooter mieten oder kaufen?

Wer öfter E-Scooter mietet, hat bestimmt schon einmal darüber nachgedacht, sich selber einen E-Scooter zu holen. Aber was ist finanziell die bessere Lösung?

Die Antwort ist eindeutig: Der Kauf eines eigenen E-Scooters ist viel günstiger.

Das Mieten eines E-Scooters ist sehr teuer, während die Kosten für die Anschaffung eines eigenen Geräts im überschaubaren Bereich liegen. Sehen wir uns das an der folgenden Beispielrechnungen näher an:

Beispielrechnung Leihanbieter: Hans fährt täglich mit einem E-Scooter eines Leihanbieters in die Arbeit und danach wieder zurück. Die Gesamtstrecke pro Tag beträgt 6 km (3 km hin, 3 km zurück). Das sind ungefähr 20 Minuten, die er pro Tag auf dem Scooter verbringt. Bei einem durchschnittlichen Leihanbieter kostet ihn das 5€ pro Tag (2x entriegeln kostet 2€, 20 Minuten Fahrt kosten bei 0,15€ pro Minute 3€). Pro Woche kostet ihn das 25€, pro Monat 100€.

Beispielrechnung Eigener Scooter: Laura fährt täglich mit ihrem eigenen E-Scooter in die Arbeit. Die Gesamtstrecke pro Tag beträgt ebenfalls 6 km. Sie hat für ihren Scooter 350€ ausgegeben. Sie benötigt alle 2 Tage eine volle Aufladung, was ungefähr 0,15€ kostet. Die laufenden Kosten (Laden) betragen pro Woche also ungefähr 30-40 Cent. Solange es keine Schäden am Gerät gibt, die sie reparieren müsste, ist der Scooter nach einigen Monaten abbezahlt.

Wie man an diesen beiden Beispielen sieht, ist es preiswerter, sich selber einen E-Scooter zu kaufen.

Nun könnte man behaupten: “Aber es geht doch ständig etwas kaputt, wie bei einem Auto!”

Die meisten Schäden, die bei einem E-Scooter auftreten, sind Abnützungserscheinungen. Das können beispielsweise ein kaputter Reifen oder Schäden an der Lenkstange sein. All diese Dinge können jedoch mit etwas Geschicklichkeit und mit einer sehr kleinen Geldinvestition wieder repariert werden. Der Vergleich mit einem Auto ist daher nicht möglich, denn bei einem PKW muss man oft zu einem Mechaniker – und das wird in den meisten Fällen teuer.

E-Scooter: Kosten im Alltag

Das teuerste an einem eigenen E-Scooter ist der Anschaffungspreis. Danach fallen kaum noch Investitionen an. Was kostet ein E-Scooter im Alltag?

Was das Laden betrifft, kann man von einem sehr geringen Preis ausgehen. Eine volle Aufladung kostet im Durchschnitt ungefähr 0,15€. Bei hohen Stromkosten oder einem großen Akku kann man bei 0,30€ landen – mit mehr sollte man im Normalfall aber nicht rechnen. Mit 0,15€ kann man also bis zu 25 km weit kommen. Das ist deutlich günstiger, als jedes andere Verkehrsmittel.

Der Verschleiß des E-Scooters hängt von der Bauart ab. Wer sich für einen E-Scooter mit Luftreifen entscheidet, sollte damit rechnen, dass nach 700-1000 km neue Reifen auf den Scooter müssen. Bei den meisten Geräten (zB. M365) sind jedoch Ersatzschläuche dabei. Neue Reifen kosten ungefähr 20-40€. Andere Ersatzteile findet man in chinesischen Online-Shops zum ganz kleinen Preis.

Übrigens: Eine E-Scooter Batterie hält mehr als 1.000 Ladezyklen aus. Das bedeutet, dass der Akku ein ganzes E-Scooter Leben halten sollte. Lädt man den E-Scooter 3x pro Woche (wirklich jede Woche!), sind das 165 Ladevorgänge pro Jahr.


Fazit: Was kostet ein E-Scooter?

Die oben genannten Fakten beweisen, dass E-Scooter sehr günstige Transportmittel sind, mit denen für sehr wenig Geld kurze Distanzen überbrückt werden können.

  • Nur weil ein E-Scooter billig ist, heißt das nicht, dass die Qualität minderwertig ist. Auf Testberichte und Kundenrezensionen schauen.
  • Was kostet ein E-Scooter? Die günstigsten Geräte gibt es bereits ab 200€ aufwärts, teurere E-Scooter sind im vierstelligen Eurobereich angesiedelt.
  • Der Kauf eines E-Scooters rentiert sich bereits nach wenigen Monaten (verglichen mit Leihservices).
  • Eine Aufladung kostet ungefähr 0,15€ – 0,30€. Damit kommt man (abhängig vom Gerät) ca. 25 km weit.

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