moovi Test

Der E-Scooter moovi von Kaufmann ist einer der ersten E-Scooter, die in Deutschland eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) haben. Das Gerät darf somit legal in Deutschland im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden.

Da viele straßenzugelassene E-Scooter erst ab 1.000€ aufwärts erhältlich sind, ist der moovi in dieser Kategorie doch noch ein Schnäppchen. Deutlich günstigere Geräte (wie zB. der Xiaomi M365) sind in Deutschland ja leider nicht zugelassen.

Doch wie performt der moovi im Alltag? Wir haben vom Hersteller freundlicherweise ein Testexemplar erhalten und das Gerät im Detail analysiert: Hier ist der moovi Testbericht!

Kurzfazit: Der moovi ist bedingt für die letzte Meile geeignet. Er verfügt zwar über gute Sicherheitsfeatures (starke Beleuchtung, gute Bremsen), fühlt sich beim Fahren jedoch sehr klapprig und durch die kleinen Reifen manchmal auch gefährlich an.

Angebot
Moovi StVO E-Scooter mit Straßenzulassung
  • E-Scooter mit Straßenzulassung, darf legal in Deutschland gefahren werden
  • LED Beleuchtung. Reflektoren ringsum. Patentierter Ein-Hand-Klapp-Mechanismus
  • Mit 20 km/h geräuschlos 25km weit fahren

Letzte Aktualisierung am 29.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


moovi Testbericht

Lieferumfang

Wie die meisten E-Scooter, wird auch der moovi zusammengeklappt ausgeliefert. Nach dem Auspacken muss das Gerät nur noch aufgeklappt werden.

Schick ist, dass das Gerät in einen schwarzen Stoff eingehüllt ist. Das Designteam hat sich dabei also sicher etwas gedacht.

Beim moovi kann sogar die obere, horizontale Lenkstange links und rechts eingeklappt werden. Dann ist das Produkt wirklich ganz kompakt und für den Transport ideal. Möchte man den moovi aufklappen, muss man auf der Vorderseite des E-Scooters einen Knopf fest eindrücken. Dann gibt der Mechanismus die vertikale Stange frei und man kann den E-Scooter aufstellen.

Bei uns befand sich neben dem E-Scooter in der Verpackung auch noch das kompakte Ladekabel.

Verarbeitungsqualität

Ein sehr wichtiges Thema bei jedem E-Scooter ist die Verarbeitungsqualität. Wer (im Fall des moovi) mit bis zu 20 km/h durch die Gegend cruist, möchte sich natürlich aufs Gerät verlassen können.

Die verbauten Materialien des E-Scooters wirken wertig. Auch die Anti-Rutsch-Trittfläche ist ideal. Die technischen Komponenten des E-Scooters (Display, Licht, etc.) wirken schwer in Ordnung. Das gleiche gilt für die Vorder- und Rekuperationsbremse.

Leider macht der E-Scooter beim Fahren einen anderen Eindruck: Bei unserem Testexemplar war die Stange nicht ganz fest und hatte ein ziemliches Spiel (man konnte sie vor & zurück bewegen, obwohl alles fixiert war). Das stellt beim Fahren natürlich ein Sicherheitsrisiko dar.

Wie man in unserem Testvideo hören kann, klapperte dieses Gerät beim Fahren auch ziemlich – der Ton kam anscheinend von der Kennzeichenhalterung. Hier wäre eine Nachbesserung seitens des Herstellers dringend nötig.

Akku & Ladezeit

Akku in der Praxis

Die meisten E-Scooter haben ihren Akku unter der Trittfläche. So ist es auch beim moovi.

Das Gerät hat eine Akku-Kapazität von 5200 mAh. Die Herstellerangabe ist, dass der E-Scooter damit eine Reichweite von 25 km schafft. Natürlich muss man von diesem Wert einiges abziehen.

In unserem Test war es sogar so, dass der E-Scooter seine Energie während dem Fahren sehr schnell verloren hat. Ein realistischer Wert bei Idealbedingungen dürfte irgendwo zwischen 20 und 22 km liegen. Glaubt man anderen Testberichten, dann sollte man hier noch einmal 5 km abziehen. Die Kollegen von Auto Motor & Sport sind mit dem moovi beispielsweise nur auf knapp 11 km gekommen!

Was im Test sofort aufgefallen ist: Die Akkuanzeige im integrierten Display springt scheinbar hin und her – abhängig von der aktuellen Belastung des Scooters. So ist es schwer, während der Fahrt abzuschätzen, wieviel realistische Reichweite man noch hat.

Je niedriger der Akkustand, desto schwächer die Beschleunigung. Das ist aber auch bei anderen E-Scootern so, damit die Batterie geschont wird.

Ladezeit

Da der Akku nicht gerade riesengroß ist, ist auch ein kompletter Ladezyklus schnell erledigt.

Um den moovi von 0% bis 100% aufzuladen, benötigt man ungefähr 4 Stunden (oder etwas weniger).

Der moovi hat auf der Unterseite eine kleine Öffnung für den Ladestecker. Auch bei diesem Gerät wird das Netzteil während des Aufladens ziemlich warm. Daher sollte man aufpassen, es nicht auf dem Teppich oder auf einer anderen “gefährlichen” Stelle abzulegen.

Alltagstest

Für den Alltagstest des moovi haben wir das Gerät in verschiedenen Situationen ans Limit gebracht.

Um den Bestimmungen in Deutschland zu entsprechen, sind die Leistung und die Maximalgeschwindigkeit des moovi limitiert. Obwohl es 3 Fahrstufen gibt, fehlt uns hier das “Power”-Gefühl, wenn man den Scooter ankickt und den Geschwindigkeitsregler bis zum Anschlag drückt.

Trotz vollaufgeladenem Akku ging es mit dem moovi eher gemächlich voran. Erst nach und nach kam er auf unserer Teststraße (geht minimal bergauf) auf seine 17 km/h, wo er dann auch blieb. Auf der Geraden kommt man auf ca. 19 km/h, doch auch hier ist die Beschleunigung alles andere als beeindruckend.

Verglichen mit dem Xiaomi M365, wo man sofort den “Push” spürt, wenn man den Regler durchdrückt, wird bei diesem E-Scooter die Geschwindigkeit erst nach und nach aufgebaut. Das ist schade, denn es macht bei jedem Elektro-Fahrzeug sonst sehr viel Spaß, die sofortige Beschleunigung zu spüren.

Ein weiterer Punkt, der auch relativ schnell auffällt, sind die Vollgummiräder.

Sie haben einen Durchmesser von ungefähr 14 Zentimetern und können nicht mit Luft aufgepumpt werden. Durch ihre Härte spürt man jede noch so kleine Unebenheit auf der Straße. Große Unebenheiten können sogar zum Verhängnis werden. In unserem Test hat sogar ein kleiner Gullideckel dafür gesorgt, dass es den Lenker komplett auf eine Seite gedreht hat.

Fürs Fahren auf der Wiese oder für Schotterstraßen ist das Gerät durch den kleinen Raddurchmesser ungeeignet. Der E-Scooter eignet sich eher für sehr gut ausgebaute Straßen in Innenstädten.

Sehr positiv ist das Display. Es zeigt alle relevanten Infos auf einen Blick. Eine Smartphone-App ist nicht nötig.

Während bei vielen anderen E-Scootern eine separate Handyhalterung gekauft werden muss, um aktuelle Daten anzeigen zu lassen, ist hier der Display bereits auf dem E-Scooter fixiert. Neben der Geschwindigkeit und dem Akkuzustand werden auch die bereits gefahrenen Kilometer und die aktuelle Fahrstufe angezeigt. Sollte es einen Error geben, sieht man diesen auch am Bildschirm.

Ebenfalls sehr gut aufgefallen sind die starke Vorder- und Rückleuchte.

Beim moovi kann man wirklich behaupten, dass man nachts auf der Straße gesehen wird. Im Testvideo sieht man noch einmal, wie stark der E-Scooter leuchtet.

Angebot
Moovi StVO E-Scooter mit Straßenzulassung
  • E-Scooter mit Straßenzulassung, darf legal in Deutschland gefahren werden
  • LED Beleuchtung. Reflektoren ringsum. Patentierter Ein-Hand-Klapp-Mechanismus
  • Mit 20 km/h geräuschlos 25km weit fahren

Letzte Aktualisierung am 29.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


moovi Fazit

Der moovi ist ein sehr leichter und kompakter E-Scooter mit Straßenzulassung in Deutschland. Er hat drei gute Bremsen und eignet sich bedingt für die letzte Meile. Vor allem das Licht auf der Vorder- und Rückseite sorgt für einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt.

Das Handling und das Fahr-Feeling beim moovi sind jedoch leider nicht optimal. Es ist alles in allem doch eine sehr wackelige Angelegenheit und kleine Unebenheiten können zu Beinahe-Stürzen führen.

Positiv

  • Praktisches Display
  • Einer der ersten E-Scooter mit ABE in Deutschland
  • Sehr leicht und kompakt
  • Starke Beleuchtung
  • Ansprechendes Design
  • Lenker kann verstellt werden

Negativ

  • Wackelig & klapprig
  • Sehr kleiner Reifendurchmesser
  • Vollgummireifen (keine luftgefüllten Reifen)
  • Fühlt sich nicht immer ganz stabil an

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