moovi Pro Comfort Test

Bereits im Herbst des Jahres 2019 haben wir die erste Version des moovi (moovi Mini) auf Scooterpilot.net getestet. Das Gesamtfazit war in Ordnung, doch es gab Schwächen beim Fahrkomfort. Im Februar 2022, mehr als 2 Jahre später, ist der neue moovi Pro Comfort dran.

Das Gerät, welches erst seit wenigen Wochen erhältlich ist, soll dank besserer Reifen ein deutlich besseres Fahrgefühl bieten. Außerdem gibt es spezielles Zubehör, mit dem man auch Lasten transportieren kann.

Trotz der Bewerbung als “Pro Comfort” befindet sich der neue moovi Roller preislich im Mittelfeld – beim Verfassen dieses Artikels war der E-Scooter auf der Webseite des Herstellers für 899 € zu haben. Das ist teurer als der EGRET-TEN V4, aber günstiger als der Metz moover.

Aber ist der moovi Pro Comfort wirklich besser als das Vorgängermodell? Für wen eignet sich der STVO-konforme E-Scooter? Wir haben uns den E-Scooter genau angesehen und listen hier die wichtigsten Vor- und Nachteile auf.

Kurzfazit: Der moovi Pro Comfort ist eine gelungene Weiterentwicklung des moovi Mini. Die großen Reifen, der stärkere Motor und die größere Trittfläche sorgen für eine angenehme und geschmeidige Fahrt. Der E-Scooter kann außerdem schnell zusammengeklappt und transportiert werden – das Gewicht beträgt nur 12,8 Kilogramm.

Der moovi Pro Comfort ist noch nicht auf Amazon erhältlich. Der folgende Link führt daher zum moovi Pro. Mehr Infos auf der Herstellerseite.

Moovi Pro - E-Scooter mit Straßenzulassung
  • ✅ E-Scooter mit Straßenzulassung, darf legal in Deutschland gefahren werden
  • ✅ LED Beleuchtung. Reflektoren ringsum. Patentierter Ein-Hand-Klapp-Mechanismus
  • ✅ Mit 20 km/h geräuschlos 25km weit fahren

Letzte Aktualisierung am 22.02.2022 um 12:18 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


moovi Pro Comfort Testbericht

Lieferumfang

Wer schon den Testbericht zum moovi Mini gelesen hat, wird sofort feststellen, dass sich die Verpackungen von außen zum Verwechseln ähnlich sehen.

moovi Pro Comfort Verpackung

Der moovi Pro Comfort wird in einer schlichten Verpackung mit der Aufschrift “moovi Pro E-Scooter COMFORT” geliefert. Mit dem Begriff “Comfort” spielt der Hersteller auf das verbesserte Fahrgefühl an, welches durch die neue Bereifung versprochen wird.

Öffnet man die Schachtel, so wird man von den klassischen Inhalten einer E-Scooter-Verpackung begrüßt. 

Neben dem E-Scooter, welcher in einem schwarzen Beutel untergebracht ist, gibt es einen weiteren kleinen Beutel mit Zubehör und Ladekabel. Auch eine kleine QuickStart-Anleitung und der sogenannte “moovi Liebesbrief” sind dabei.

moovi Lieferumfang – Der E-Scooter befindet sich in einem schwarzen Beutel.

Der E-Scooter wird zusammengeklappt geliefert. Um ihn aufzuklappen, muss der Klappmechanismus betätigt werden. Dafür drückt man den silbernen Knopf am vorderen Bereich der Trittfläche ein und bewegt die Lenkstange nach oben. Wichtig ist hierbei, dass nach erfolgtem Hochklappen die rote Sicherheitslinie am silbernen Knopf sichtbar wird.

Anschließend werden die Griffstücke nach oben geklappt – das Einrasten hört man am markanten Klickgeräusch.

Nun muss nur noch die Lenkstange mithilfe des Einspanners in die richtige Höhe gebracht werden, falls erwünscht.

moovi Pro Comfort nach dem Auseinanderklappen

Übrigens: Die Lampe ist anfangs mit einem Kabelbinder mit dem Lenkrad verbunden. Um den E-Scooter betriebsbereit zu machen, wird der Kabelbinder entfernt und die Lampe mit der Schraube an den Lenker fixiert.

Alles in allem ist die Inbetriebnahme des moovi Pro Comfort gleich wie beim moovi Mini. Im Test war der E-Scooter in weniger als 10 Minuten ready.

Verarbeitungsqualität

Mit dem moovi Pro Comfort kann man mit maximal 20 km/h über die Straßen brettern. Das klingt wenig – ist mit einem E-Scooter auf zwei kleinen Reifen aber doch ziemlich rasant. Deshalb ist die Verarbeitungsqualität essenziell.

Aber wie sieht es mit der Verarbeitungsqualität des moovi Pro Comfort aus? 

moovi Pro Comfort Trittfläche

Der E-Scooter wirkt gut verarbeitet. Von der Trittfläche bis zu den Haltegriffen wurden scheinbar qualitative Materialien verwendet. Auch der Bremshebel und die stufenlose Geschwindigkeitssteuerung machen bei der Verwendung einen wertigen Eindruck.

Beim Vorgängermodell – dem ersten moovi E-Scooter – haben wir das klapprige Fahrgefühl kritisiert. Davon ist beim moovi Pro Comfort nicht mehr viel übrig.

Die neuen Honeycomb-Hinterreifen

Durch die besseren und größeren Reifen, eine vibrationsmindernde Matte und eine bessere Verarbeitung des Klappmechanismus hat man beim Fahren ein deutlich sichereres und angenehmeres Gefühl.

Deshalb bekommt man vom moovi Pro Comfort schon bei der ersten Fahrt ganz allgemein einen stabileren und robusteren Eindruck. 

Zusammengefasst sind wir mit der Verarbeitungsqualität mehr als zufrieden. Wer ein Spiel im Klappmechanismus feststellt, kann dieses mit dem mitgelieferten Multitool fester anziehen. Dadurch wird der Elektroroller von moovi stabilisiert.

Akku

Der Hersteller hat dem moovi Pro Comfort einen starken 7800 mAh Akku verliehen.

Ladebuchse des moovi Pro Comfort

Dieser macht sich zwar auch durch ein höheres Gewicht bemerkbar, sorgt aber auch für eine attraktive Reichweite.

Das Unternehmen verspricht 25 Kilometer. Wir haben den E-Scooter eine Zeit lang bei Temperaturen von etwa 0 bis 1 Grad getestet – und das Display zeigte immer volle 6 Striche an.

Wir gehen von einer realistischen Reichweitenangabe aus. 

Man darf bei einem E-Scooter jedoch nicht vergessen, dass die Batterielaufzeit auch von vielen äußeren Faktoren abhängig ist. Ist der Fahrer beispielsweise etwas schwerer (die Maximalbelastung beträgt 130 Kilogramm) oder man fährt eine Zeit lang bergauf, so wird sich das negativ auf die Laufzeit auswirken. Auch die Außentemperatur spielt eine wesentliche Rolle.

moovi Mini (links) und moovi Pro Comfort (rechts)

Praktisch ist, dass der moovi Pro Comfort über KERS verfügt – ein Rekuperationssystem zur Energie-Rückgewinnung. Bei längeren Bergabfahrten kann man so mithilfe der elektronischen Bremse am Vorderrad wieder Energie in die Batterie speisen. Dazu betätigt man die Elektrobremse mit dem Daumen (linker Griff).

Durch die größere Kapazität des Akkus ist auch die Ladedauer etwas länger. Für das Aufladen von 0 auf 100 % muss man von einer Ladedauer von etwa 3,5 Stunden ausgehen.

Alltagstest

Wie immer, findet der Alltagstest bei Scooterpilot.net auch mit diesem Gerät auf verschiedenen Terrains statt.

Da diesmal winterliche Verhältnisse vorherrschten, konnten wir den moovi Pro Comfort wirklich bis an seine Leistungsgrenze bringen.

Bei der ersten Testfahrt schien die Maximalgeschwindigkeit etwas gering – doch das lag an der Fahrstufe. Auf dem Display kann man nämlich zwischen drei Fahrstufen wählen, wobei die erste den E-Scooter auf 7 km/h drosselt. Die zweite erlaubt 14 km/h und die dritte 20.

In der höchsten Fahrstufe gibt der moovi Pro Comfort ordentlich Energie. Sogar wenn es leicht bergauf geht, beschleunigt der flüsterleise 300 Watt Motor ohne Kompromisse.

Eine besondere Erwähnung verdienen die großen Reifen (vorne Luftreifen, hinten Honeycomb).

Diese haben einen Durchmesser von 7,9 Zoll (ca. 20 cm) und erlauben jetzt Fahrten auf unebenem Gelände. Hatte man beim Vorgängermodell moovi Mini schon bei leichtem Rollsplitt Probleme, so kämpft sich der Pro Comfort über verschiedenste Geländeformen. 

Im Test musste sich der Roller beispielsweise auch in einer Hauseinfahrt mit Steinen und leichter Schneedecke beweisen – hier konnte die Kombination aus starkem Hinterradantrieb (doppelte Motorleistung im Vergleich zum moovi Mini) und großen Reifen ihr Potenzial voll ausspielen. Bei einem E-Scooter mit kleineren Vollgummirädern wäre in diesem Setting schon längst Schluss.

Doch auch auf normalen Straßen punktet der E-Scooter dank der größeren Reifen und hochwertigen Materialien: Kleine Unebenheiten spürt man kaum, Vibrationen werden stark gemindert. 

Was den Fahrkomfort anbelangt, ist der Pro Comfort eine konsequente Weiterentwicklung der ersten Version – der Hersteller hat hier auf die Wünsche der Kunden gehört.

Was die Bremsen betrifft, haben wir ein gemischtes Bild vom moovi bekommen.

Es gibt drei Bremsen: eine Trommelbremse am Vorderrad, eine elektronische Bremse am Vorderrad und eine mechanische Hinterradbremse.

Die vorderen Bremsen verzögern den E-Scooter nur gemächlich.

Wer schnell abbremsen will – etwa an einer Straßenkreuzung oder wegen Hindernissen im Weg – der muss auch die mechanische Trittbremse am Hinterrad verwenden und ordentlich draufsteigen.

Im Ernstfall bringt man den moovi also zum Stillstand, doch man muss sich mit dem Bremssystem erst vertraut machen. 

Uns würde es fast etwas besser gefallen, wenn es auch für die Hinterbremse einen Hebel auf der Vorderseite gäbe, welcher diese mechanisch aktivieren würde. 

Beim Display setzt moovi auf Bewährtes: Es kommt der gleiche Bordcomputer zum Einsatz, welcher auch bei allen anderen moovi Sets eingebaut wurde.

Manche E-Scooter (etwa die Geräte von Xiaomi) verfügen über kein Display und erfordern eine Smartphone-App, um Live-Fahrdaten anzuzeigen.

Bei den Rollern von moovi gibt es ein Display. Dieses zeigt alle relevanten Informationen an, die bei einer Fahrt wichtig sind. Neben der aktuellen Geschwindigkeit sieht man den Akkustand, die Fahrstufe und die Gesamtlaufleistung. 

Rechts neben dem Display befinden sich ebenso zwei wichtige Knöpfe. Einer ist für das Ein- und Ausschalten des Scooters gedacht, der Zweite für die Wahl der Fahrmodi und für das Licht. Um das Licht zu aktivieren, drückt man den Knopf länger.

Im Alltag macht der moovi Pro Comfort einen guten Eindruck.

Obwohl das Gerät mit 12,8 Kilogramm verglichen mit vielen anderen E-Scootern noch immer ein Leichtgewicht ist, fühlt sich der moovi Pro Comfort deutlich stabiler und robuster als sein Vorgänger an.

Die Fahrt ist sanft, der Roller ermöglicht mit seinen neuen Reifen stabile Fahrten über verschiedene Geländeformen. Ganz Offroad-tauglich ist aber auch der moovi Pro Comfort nicht.

Änderungen zum Vorgängermodell

Werfen wir im Folgenden einen Blick auf die markantesten Unterschiede zwischen dem moovi Mini und dem moovi Pro Comfort.

moovi Mini (links) und moovi Pro Comfort (rechts)
  • Reichweite
    Während der moovi Mini nur eine Reichweite von 20 Kilometer angeschrieben hat, erreicht der moovi Comfort Pro theoretisch bis zu 25 Kilometer.
  • Reifen
    Einen großen Unterschied gibt es bei den Reifen: Der moovi Mini hat zwei Vollgumireifen mit einem Durchmesser von 5,7 Zoll (ca. 14 cm). Der moovi Pro Comfort hat vorne Luftreifen und hinten Honeycombreifen. Diese haben jeweils einen Durchmesser von 7,9 Zoll (ca. 20 cm).
  • Motorleistung
    Der moovi Mini hat einen 150 Watt Elektromotor, der moovi Pro Comfort einen 300 Watt Elektromotor. Die deutlich höhere Motorleistung macht sich beim Fahren bemerkbar.
  • Gewicht
    Mit 12,8 Kilogramm ist der moovi Pro Comfort um 2 Kilogramm schwerer als der moovi Mini.
  • Trittfläche
    Die Trittfläche des moovi Pro Comfort ist mit einer vibrationsmindernden Matte ausgestattet. Dies sorgt zusätzlich für ein ruhigeres Fahrgefühl.

moovi Pro Comfort Fazit

Der moovi Pro Comfort ist noch nicht auf Amazon erhältlich. Der folgende Amazon-Link führt daher zum moovi Pro. Mehr Infos auf der Herstellerseite.

Moovi Pro - E-Scooter mit Straßenzulassung
  • ✅ E-Scooter mit Straßenzulassung, darf legal in Deutschland gefahren werden
  • ✅ LED Beleuchtung. Reflektoren ringsum. Patentierter Ein-Hand-Klapp-Mechanismus
  • ✅ Mit 20 km/h geräuschlos 25km weit fahren

Letzte Aktualisierung am 22.02.2022 um 12:18 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

moovi hat bei diesem E-Scooter einiges richtig gemacht. Obwohl das Gerät noch immer leicht und kompakt ist, wurde das Fahrerlebnis verbessert.

Wer einen E-Scooter für die viel zitierte “letzte Meile” sucht, der sollte sich dieses Produkt definitiv genauer ansehen. 

Das Gerät ist einerseits nicht klobig und wirkt andererseits beim Fahren sehr robust. Große Pluspunkte sind auch die leichte Zusammenklappbarkeit, die neuen Reifen und das Display, welches alle wichtigen Informationen auf einen Blick anzeigt.

Für die Zukunft würden wir dem Hersteller empfehlen, auch auf dem Hinterrad eine hydraulische Bremse mit Bremshebel an den Vordergriffen zu befestigen. Die mechanische Bremse mittels Rücktritt ist gewöhnungsbedürftig.

Alles in allem empfehlen wir den E-Scooter für den Alltag. Der moovi Pro Comfort ist eine qualitative Weiterentwicklung der ersten moovi-Version – viele Fehler wurden ausgebessert, doch der Fokus auf Kompaktheit und Portabilität wurde nicht vergessen.

Positiv

  • Gute Verarbeitungsqualität
  • Praktisches Display
  • Mit Straßenzulassung in Deutschland
  • Konsequente Weiterentwicklung der ersten Version
  • Nun deutlich stabiler
  • Angenehmes Fahrgefühl
  • Vibrationsmindernde Matte
  • Mehr Power mit 300 Watt Elektromotor
  • Noch immer leicht und kompakt

Negativ

  • Nicht für den reinen Offroad-Einsatz geeignet
  • Hydraulische Bremse für das Hinterrad wünschenswert
  • Angeschriebene Reichweite “nur” 25 km

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