EGRET-TEN V4 Test

Es ist wieder Zeit für einen neuen E-Scooter Test auf Scooterpilot.net: Für den folgenden Beitrag testen wir den EGRET-TEN V4. Der robuste E-Scooter kann in vielen Punkten überzeugen.

Der EGRET-TEN V4 ist preislich zwar in einer etwas höheren Liga angesiedelt, dafür jedoch sehr gut verarbeitet und durchdacht. Das Gerät hat außerdem eine Zulassung und darf somit auf deutschen Straßen bewegt werden – wie beispielsweise auch der deutlich günstigere moovi.

Aber was darf man sich vom EGRET-TEN V4 erwarten? Taugt das Gerät als Alltags-Scooter? Und wie sieht es Offroad aus? Alle Infos im EGRET-TEN V4 Test.

Kurzfazit: Der EGRET-TEN V4 ist ein Premium-Scooter mit entsprechendem Preis. Das Gerät ist außerordentlich gut verarbeitet, hat eine sehr hohe Reichweite und ist dank der Robustheit und der dicken Reifen auch für den Offroad-Einsatz geeignet. Außerdem verfügt der EGRET-TEN V4 über einen kraftvollen Motor. Rundum ein toller E-Scooter.

Angebot
Egret-Ten V4 e Scooter | StVZO | schwarz
  • Max. Reichweite: 40 km
  • Ladezeit: 70% in 2 Std., 100% in 6 Std.
  • Motorleistung: 500 W

Letzte Aktualisierung am 4.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


EGRET-TEN V4 Testbericht

Lieferumfang

Der EGRET-TEN V4 wurde zusammengeklappt geliefert. In der Verpackung befindet sich außerdem eine ausführliche deutsche Anleitung, eine Kurzanleitung und ein Ladegerät.

EGRET-TEN V4 Anleitungen

Die Anleitung war auch dringend nötig, denn es ist bei diesem E-Scooter im ersten Moment nicht klar, was gedrückt werden muss, um das Gerät aufzuklappen.

Zwischen Trittbrett und vertikaler Lenkstange befindet sich eine Lasche. Drückt man diese nach unten, während man die Stange gleichzeitig in eine aufrechte Position drückt, kann der Scooter aufgeklappt werden. Nachdem das geschehen ist, muss links der Bajonettverschluss verriegelt werden – und schon ist der E-Scooter einsatzbereit.

EGRET-TEN V4 zusammengeklappt
Der E-Scooter im zusammengeklappten Zustand.

Die robuste Ausführung des Geräts sorgt dafür, dass die Verpackung vergleichsweise schwer ist. Das ist auch sofort nach der Ankunft des E-Scooters aufgefallen. Damit der EGRET-TEN V4 während des Transports vor Feuchtigkeit geschützt ist, ist der E-Scooter im Karton zusätzlich von einer Plastikfolie umgeben.

Verarbeitungsqualität

Leider gibt es einige E-Scooter, die eine sehr schlechte Verarbeitungsqualität haben – auch solche, die für den deutschen Straßenverkehr zugelassen sind. Das merkt man dann beispielsweise an klappernden Lenkstangen und einem unrunden Lauf.

Beim EGRET-TEN V4 ist das nicht der Fall. Im Gegenteil: Nach dem Aufklappen ist die Lenkstange sehr stabil. Gleiches gilt für die Schutzabdeckung am Hinterreifen und die Rückleuchte.

EGRET-TEN V4 auf dem Gras

Hier wackelt nichts: Alles sitzt fest und ist stabil. Während man den moovi E-Scooter beispielsweise als leichten City-Flitzer bezeichnen könnte, eignet sich der EGRET-TEN V4 dank seiner robusten Verarbeitung auch fürs Offroad-Fahren.

Die breite Trittfläche wurde beim Test etwas dreckig. 😉

Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr breite Trittfläche, auf die man sich problemlos mit beiden Füßen nebeneinander stellen kann. Die Trittfläche ermöglicht so auch ein sichereres Fahrgefühl. Gleiches gilt für die Reifen. Bei den Reifen vom EGRET-TEN V4 handelt es sich um qualitative, luftgefüllte Gummireifen, die bei der Fahrt auf unebenem Gelände vieles abdämpfen.

EGRET Reifen

Negativ aufgefallen ist das Display (mit dem Gashebel), welches man vor der ersten Benutzung an die Lenkstange anbringen muss. Das ist etwas komisch gelöst – wir würden für die Zukunft empfehlen, das Display und den Gashebel fest an der Lenkstange zu montieren.

Akku & Ladezeit

Akku in der Praxis

Auch der EGRET-TEN V4 hat seinen Akku direkt unter der Trittfläche. Der Akku hat eine Kapazität von 11,6 Ah.

Die breite Trittfläche hat somit auch den Einbau eines deutlich stärkeren Akkus ermöglicht. Der EGRET-TEN V4 hebt sich von der Konkurrenz ab und schafft realistisch 30-35 Kilometer. Angegeben sind sogar 40, aber hier muss man immer etwas abziehen.

Zum Vergleich: Die Reichweite des Xiaomi M365 liegt bei ungefähr 18-23 Kilometern. Der moovi E-Scooter schafft ca. 20 Kilometer.

Möchte man die Reichweite noch etwas erhöhen, sollte man auf einen optimalen Reifendruck achten. Alle genauen Infos dazu findet man in der Herstelleranleitung.

Der EGRET-TEN V4 ist mit 17 Kilogramm zwar ziemlich schwer, doch die hohe Akkukapazität macht das wett.

Ladezeit

Der große Akku macht sich jedoch auch bei der Ladezeit bemerkbar: Je größer die Batterie, desto länger dauert es über eine normale Schuko-Steckdose, bis sie voll ist.

Für den Testbericht hing der Scooter ca. 4 Stunden an der Steckdose. Dann zeigte das LC-Display bereits alle 5 Balken an.

Laut Anleitung ist der E-Scooter in 2 Stunden zu 70% geladen und in 6 Stunden zu 100%. Das deckt sich mit den Test-Erfahrungen.

Um den Akku zu laden, steckt man das Ladekabel an die Ladebuchse unter der Trittfläche. Das Netzteil zeigt ein rotes Licht, wenn der EGRET-TEN V4 geladen wird. Wechselt das Licht auf grün, bedeutet das, dass der Scooter voll ist. Das war im Test nach dem Auspacken schon – wie bereits weiter oben erwähnt – nach ca. 4 Stunden der Fall.

Alltagstest & Steuerung

Wie bei allen bisherigen Tests für Scooterpilot.net wurde auch dieser E-Scooter auf verschiedenen Terrains getestet, um ein ganzheitliches Bild vom EGRET-TEN V4 zeichnen zu können.

Nachdem man den E-Scooter einschaltet (Knopf neben dem Display), aktiviert sich das Display, welches die aktuelle Geschwindigkeit, den Akkustand, die aktuelle Fahrstufe und den Kilometerstand anzeigt.

Die Fahrstufe kann vom Fahrer über die Plus- und Minus-Tasten gesteuert werden. Es gibt 5 Fahrstufen. Auf Fahrstufe 1 ist der E-Scooter auf maximal 7 km/h begrenzt, auf Stufe 5 auf maximal 20 km/h, um den deutschen Regulatorien zu entsprechen.

Display

Zwar bricht der E-Scooter mit seinen 20 km/h Maximalgeschwindigkeit sicher keine Rekorde, doch der kräftige 500 Watt-Motor bringt den Scooter samt Fahrer schnell auf Top-Speed. Das ist ein wichtiger Faktor, denn eine schnelle Beschleunigung macht das E-Scooter-Fahren erst so richtig spaßig. Bei einer Ampel startet man in den ersten Momenten auch schneller weg als Verbrennerfahrzeuge.

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist das Trittbrett sehr breit – fast 20 cm. Das macht das Fahren sehr angenehm. Ebenfalls praktisch ist die höhenverstellbare Lenkstange. Nach einer Höhenänderung rastet die Stange fest ein und es gibt keine unerwünschten Bewegungen.

Abfahrt! mit dem EGRET-TEN V4.

Der EGRET-TEN V4 verfügt über große, luftgefüllte Reifen, die einen sehr leichten Lauf haben. Das ist nicht nur gut für den Akku, sondern schont auch den Motor. Im Gegensatz zum Xiaomi M365 sind die Reifen unserer Auffassung nach noch etwas besser – vor allem auf Schotterwegen oder auf dem Rasen spürt man, dass der E-Scooter auch mit Offroad-Bedingungen keine Probleme hat.

Das Frontlicht des EGRET-TEN V4 wird zwar mitgeliefert, ist jedoch nicht an den E-Scooter angeschlossen und verfügt über einen separaten Akku. Es ist sehr hell, jedoch auch etwas mühsam zum Anbringen.

Kommen wir noch zu den Bremsen, einem wichtigen Sicherheitsaspekt bei jedem E-Scooter: Der TEN-V4 verfügt über zwei Bremshebel, die mit der hinteren (hydraulischen) und vorderen (mechanischen) Bremse verbunden sind. Die Bremsen sind stark und ermöglichen eine sichere Fahrt. Außerdem verleihen die Scheibenbremsen dem E-Scooter einen coolen, sportlichen Look.

Das Fahren mit dem EGRET-TEN V4 macht sehr viel Spaß. Der Scooter beschleunigt schnell, federt Unebenheiten mit den dicken Reifen gut ab und kommt auch mit Steigungen gut zurecht. Verglichen mit dem moovi und dem Xiaomi M365 bietet er außerdem den angenehmsten und stabilsten Fahrkomfort auf Schotterwegen.

App & Firmware

Laut unseren Informationen gibt es für diesen E-Scooter keine Smartphone App.


EGRET-TEN V4 Fazit

Der EGRET-TEN V4 ist ein qualitativer E-Scooter im höheren Preissegment. Der Fahrkomfort ist außerordentlich gut und das Gerät von der Lenkstange bis zum Hinterreifen robust und stabil. Nichts knarzt oder wackelt – alles ist fest verschraubt.

Dadurch macht das Cruisen mit dem EGRET-TEN V4 auch deutlich mehr “Lust auf mehr” als bei anderen Geräten, die nur mit gut asphaltierten Straßen zurechtkommen. Wer auf seinem täglichen Weg zur Arbeit oder zur Schule auch mal über einen Feldweg oder einen unbefestigten Weg fahren muss, findet im TEN V4 einen strapazierfähigen Begleiter.

Für den Test sind wir mit dem EGRET-TEN V4 auch durch Matsch, auf Schotter und auf nassem Rassen gefahren – alles kein Problem. Wo sich viele E-Scooter mit ihren kleinen Vollgummirädern in die Erde vergraben oder einfach stehenbleiben, schiebt der kraftvolle Motor in Kombination mit den großen Luftreifen problemlos vorwärts.

Positiv

  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Große Trittfläche
  • Nichts klappert, keine komischen Geräusche
  • Einfache Bedienung
  • Starker Motor
  • Gute Bremsen
  • Hoher Fahrkomfort mit schneller Beschleunigung
  • Akku erreicht 35 Kilometer (laut Hersteller 40!)
  • Höhenverstellbare Stange
  • In Deutschland zugelassen

Negativ

  • Vergleichsweise schwer
  • Etwas unsicherer Ständer

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